Zum Inhalt

Ohne eigenen Server: Ablago bei einem Anbieter

Geprüft: Image automatisch, Gerät noch nicht

Das Image prüfen die Rechner von GitHub bei jeder Änderung auf amd64 und arm64. Von einem bestimmten Anbieter gibt es noch keine Meldung. Was das heißt, steht unter Geprüfte Plattformen.

Du hast kein NAS und keinen Heimserver und möchtest auch keinen betreiben? Dann kannst du Ablago bei einem Anbieter laufen lassen: Du mietest Rechenleistung und Speicher in einem Rechenzentrum, Ablago läuft dort, und du erreichst es im Browser von überall. Deine Unterlagen liegen dann nicht mehr bei dir zu Hause, sondern bei diesem Anbieter – darum lohnt es sich, ihn sorgfältig auszuwählen.

Diese Seite nennt keine Anbieter, sondern Merkmale, die du prüfst. Anbieter und Preise ändern sich schnell; eine Liste wäre bald veraltet und sähe nach Werbung aus. Mit der Checkliste unten kannst du jedes Angebot selbst einschätzen.

Ablago bleibt dasselbe

Ablago bei einem Anbieter ist dasselbe Ablago wie auf dem NAS: dasselbe Image, dieselben Sicherungen, derselbe Vollexport. Ein Umzug nach Hause – oder zu einem anderen Anbieter – geht jederzeit über Sicherung und Wiederherstellung, siehe Wachsen und umziehen.

Drei Wege

Fertige App Docker-Plattform Eigener vServer
Was du mietest eine App aus dem Katalog des Anbieters, mit einem Klick gestartet Container-Betrieb: Du gibst das Image an, der Anbieter betreibt den Server einen kleinen virtuellen Server, auf dem du selbst Docker installierst
Aufwand ☆ sehr gering ☆☆ gering ☆☆☆ mittel: Linux, Updates und Firewall machst du selbst
Kosten (Größenordnung) wenige Euro im Monat etwa 5 bis 20 € im Monat etwa 4 bis 15 € im Monat
Für wen alle, die nichts einrichten wollen wer Container kennt, aber keinen Server pflegen will wer selbst bestimmen will und mit der Kommandozeile zurechtkommt
Anleitung die des Anbieters dms-komplett oder Docker Compose Docker Compose

Kosten grob, Stand November 2026, jeweils mit etwa 2 GB Arbeitsspeicher und 20–40 GB Speicher; mehr Speicher für viele Dokumente kostet meist ein paar Euro im Monat extra.

Fertige App

Manche Anbieter haben einen Katalog fertiger Open-Source-Apps: aussuchen, Tarif wählen, starten – Updates, Sicherungen und HTTPS übernimmt der Anbieter.

  • Ob es Ablago dort gibt, siehst du im App-Katalog des Anbieters. Bisher bietet das Projekt Ablago keinem Anbieter selbst an; gibt es keine fertige App, nimm einen der beiden anderen Wege.
  • Achte darauf, dass du an die Ordner sicherung und geheim herankommst (Dateizugriff, SFTP oder Ähnliches). Ohne das bleibt dir nur der Vollexport, den Ablago als ZIP zum Herunterladen anbietet – zum Mitnehmen gut, zum Wiederherstellen in ein anderes Ablago nicht.

Docker-Plattform

Plattformen für Container betreiben den Server für dich; du gibst nur an, welches Image laufen soll, und bekommst eine Adresse mit HTTPS.

  • Einfachster Weg: ein Container mit ghcr.io/motom001/dms-komplett – Ablago und Datenbank zusammen, ohne Passwort. Viele Plattformen erlauben nur einen Container oder machen einen zweiten umständlich; genau dafür ist dms-komplett gedacht.
  • Mit zwei Containern (dms und postgres:17), wenn die Plattform Compose-Projekte oder mehrere Dienste kann: wie unter Docker Compose.
  • Dauerhafter Speicher ist Pflicht: Die Ordner /data/files, /data/geheim, /data/sicherung und /data/postgres müssen auf Volumes liegen, die einen Neustart und ein Update überleben. Sonst sind deine Daten beim nächsten Update weg.
  • Port: Ablago lauscht im Container auf 3000.

Eigener vServer

Ein kleiner virtueller Server mit Linux ist wie ein PC im Rechenzentrum: Du installierst Docker und richtest Ablago mit Docker Compose ein – genau wie unter Jeder Server mit Docker bzw. PC oder Mini-PC mit Linux.

  • Größe: 2 GB Arbeitsspeicher (Ablago braucht etwa 1 GB) und so viel Speicher, wie deine Dokumente und Sicherungen brauchen. amd64 oder arm64 gehen beide.
  • Selbst zuständig bist du für Updates des Betriebssystems, eine Firewall (nur Ports 80 und 443 offen, dazu SSH möglichst nur mit Schlüssel) und HTTPS über einen Reverse-Proxy.
  • Datenbank-Port nie nach außen: Die Vorlagen geben PostgreSQL keinen Port nach außen – lass das so.

Merkmale zum Prüfen

Hake ab, bevor du dich entscheidest:

Ort und Recht

  • [ ] Rechenzentrum in Deutschland oder der EU – du kannst den Standort beim Bestellen wählen oder er steht fest.
  • [ ] Firmensitz in der EU – dann gilt die DSGVO unmittelbar, und der Zugriff von Behörden außerhalb der EU ist weniger ein Thema.
  • [ ] Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) nach Art. 28 DSGVO wird angeboten, am besten zum Abschließen im Kundenkonto. Für einen reinen Privathaushalt nicht nötig – für Vermieter, Selbständige und Betriebe, die Daten von Mietern oder Kunden ablegen, Pflicht.

Vertrauen

  • [ ] Seit Jahren am Markt, mit vollständigem Impressum und erreichbarem Support (E-Mail oder Telefon, Antwort in vertretbarer Zeit – probier es vor dem Bestellen mit einer Frage aus).
  • [ ] Bewertungen auf Portalen (z. B. hosttest, Trustpilot) sind überwiegend gut und beschreiben, wie der Anbieter mit Problemen umgeht. Wenige Bewertungen sagen wenig aus, ebenso lauter überschwängliche.

Technik

  • [ ] Docker möglich – beim vServer selbstverständlich, bei Plattformen und fertigen Apps nachfragen.
  • [ ] Dauerhafter Speicher für Daten und Datenbank (Volumes), groß genug für deine Dokumente plus Sicherungen, und später erweiterbar.
  • [ ] Sicherungen beim Anbieter (Snapshots oder Backups), zusätzlich zu den Sicherungen von Ablago.
  • [ ] HTTPS mit eigenem Zertifikat, bei Plattformen und Apps eingebaut.

Ausstieg

  • [ ] Monatlich kündbar, ohne lange Mindestlaufzeit.
  • [ ] Daten jederzeit exportierbar: Du kommst an die Ordner von Ablago heran – vor allem an die Sicherungen im Ordner sicherung –, und der Vollexport lässt sich als ZIP herunterladen.

Du vertraust dem Anbieter deine Daten an

Wer bei einem Anbieter hostet, gibt ihm seine Unterlagen in die Hand – wie beim Steuerberater oder bei einem Cloudspeicher. Das ist eine Vertrauensbeziehung, keine technische Garantie:

  • Dokumente und Datenbank liegen beim Anbieter auf dessen Speicher – so wie auf deinem NAS, nicht zusätzlich verschlüsselt. Wer Zugriff auf den Server hat, kann sie technisch lesen. Darum zählen Ort, Recht und Ruf des Anbieters.
  • Verschlüsselt sind die Geheimnisse in Ablago – Passwortfelder, Zugangsdaten zu Mailserver und Postfächern – und die Sicherungen. Der Schlüssel liegt aber im Ordner geheim auf demselben Server. Gegen einen Anbieter, der es darauf anlegt, schützt das nicht; es schützt Sicherungen und Datenbankkopien, die woanders landen.
  • Eigene Sicherungen außer Haus: Kopiere den Ordner sicherung regelmäßig an einen anderen Ort – beim vServer z. B. mit rsync oder scp, bei Plattformen und Apps über deren Dateizugriff –, und bewahre das Notfallblatt getrennt davon auf. Ein Vollexport ab und zu gibt dir alles in offenen Formaten – auch, falls der Anbieter einmal verschwindet.
  • Zwei-Faktor-Anmeldung: Dein Ablago ist aus dem Internet erreichbar. Schreib die Zwei-Faktor-Anmeldung mindestens für Administratoren vor; der Anmeldeschutz sperrt Rateversuche.
  • Nur mit HTTPS: Ruf Ablago nie über http:// aus dem Internet auf. Trage unter E-Mail und Adresse die https://-Adresse ein.
  • Gleich einrichten: Bei einem Anbieter ist Ablago meist sofort aus dem Internet erreichbar. Der Einrichtungscode verhindert, dass ein Fremder es vor dir einrichtet – richte es trotzdem direkt nach dem Start ein.
  • Aktuell halten: Spiel Updates von Ablago zügig ein (Aktualisieren); beim vServer auch die des Betriebssystems.

Was Ablago sonst für den Datenschutz mitbringt und was du als Verantwortlicher selbst regelst, steht unter Datenschutz in Ablago.

Nach der Installation

Wie bei jedem anderen Weg: einrichten, Sicherung einschalten, loslegen – siehe Nach der Installation.