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Wiederherstellen

Eine Sicherung spielst du in der Werkbank ein – ohne Kommandozeile, mit jedem Schritt im Blick. Das geht auf einem frischen System (neues NAS, alte Sicherung) und auf dem laufenden System (zurück zu einem früheren Stand).

Einen Bereich nicht in der Leiste gefunden?

Manche Bereiche der Werkbank, zum Beispiel Wartungsmodus, Datenbank-Anbindung oder Wartungsoperationen, sind in der Vorlage Haushalt ausgeblendet. Unten in der Leiste steht, wie viele Bereiche ausgeblendet sind; ein Klick zeigt sie. Dauerhaft einblenden kannst du sie unter Werkbank anpassen. Ausgeblendet heißt nicht abgeschaltet.

So geht Ablago vor

  • Eingespielt wird erst in einen eigenen, leeren Bereich der Datenbank und einen Ordner neben den Dokumenten. Umgeschaltet wird erst, wenn alles geklappt hat. Bricht etwas ab – Fehler, falscher Schlüssel, zu wenig Platz –, bleibt der bisherige Stand unverändert.
  • Geprüft werden: die Prüfsumme der Datei, die Entschlüsselung (am Ende der Datei steht ein Prüfwert; ist die Datei verändert, merkt Ablago es), das Prüfwort, die Anzahl der Mappen, Dokumente, Benutzer und Dateien.
  • Eine ältere Sicherung in einem neueren Ablago geht: Danach laufen die fehlenden Änderungen der Datenbank. Eine neuere Sicherung in einem älteren Ablago verweigert es mit einer klaren Meldung – aktualisiere dann zuerst Ablago.
  • Zuletzt prüft Ablago die Erweiterungen der Datenbank, die die Suche braucht (pg_trgm für Tippfehler und Wortteile, unaccent für Umlaute). Sie liegen im eigenen Schema erweiterungen_dms, das eine Wiederherstellung nicht anfasst. Fehlt eine, steht das als Hinweis im Ablauf und in der Abschlussmeldung – die Daten sind trotzdem vollständig; Abhilfe unter Suche → Erweiterungen der Datenbank.
  • Auch ein Wechsel auf eine neue Hauptversion von PostgreSQL geht so: neues PostgreSQL leer starten, Sicherung einspielen.
  • Nach dem Umschalten startet Ablago neu (Docker startet es mit restart: unless-stopped sofort wieder). Danach erscheint die Abschlussmeldung, und alle melden sich neu an – mit den Zugangsdaten aus der Zeit der Sicherung.
  • Jeder Schritt steht im Protokoll, Modul sicherung.

Neues NAS, alte Sicherung

Du brauchst: die beiden Sicherungsdateien (.dms-sicherung und .json) und das Notfallblatt.

  1. Auf dem neuen NAS den Ordner für Ablago anlegen, darin postgres, files, geheim und sicherung (siehe Installation).
  2. Ablago neu installieren, wie unter Wie komme ich an ein DMS? beschrieben – empfohlen mit zwei Containern (z. B. die Compose-Vorlage mit einer .env mit neuem DB_PASSWORD), oder mit dms-komplett ohne Passwort.
  3. Die beiden Sicherungsdateien in den Ordner sicherung kopieren.
  4. Das Projekt starten und Ablago im Browser öffnen. Der Einrichtungsassistent fragt nach dem Einrichtungscode und – falls nötig – nach der Datenbank. Dann Aus einer Sicherung wiederherstellen wählen; einen „Wegwerf-Admin“ brauchst du nicht.
  5. Die Sicherung auswählen. Der Abgleich zeigt, mit welcher Version sie entstand und was heute läuft (Ablago, Datenbank-Stand, PostgreSQL, Architektur, Haushalts-Id). Gehört die Sicherung zu einem anderen Mandanten, übernimmt Ablago dessen Id.
  6. Den Schlüssel vom Notfallblatt eingeben (Leerzeichen zählen nicht) und Schlüssel prüfen – Ablago vergleicht ihn mit dem Fingerabdruck aus den Metadaten.
  7. Wiederherstellen. Der Bildschirm zeigt jeden Schritt; du kannst die Seite neu laden. Am Ende startet Ablago neu.
  8. Weiter zur Anmeldung und mit den bisherigen Zugangsdaten anmelden. Die Schlüsseldatei hat Ablago dabei selbst angelegt.

Dieser Weg ist nur offen, solange es noch keinen Benutzer gibt, und nur mit dem Einrichtungscode – genau wie die Einrichtung.

Aus einer Kopie außer Haus

Ist das Gerät weg, holst du beide Dateien vom Ziel außer Haus – die .dms-sicherung und die .json daneben – und legst sie in den Ordner sicherung. Die .json dort ist die schlanke Fassung (ohne Versionen, Zähler und Haushalts-Id). Die Liste zeigt die Sicherung als Kopie außer Haus; sobald du den Schlüssel vom Notfallblatt eingibst, liest Ablago Datenbank-Stand, Haushalts-Id und Anzahl Mappen, Dokumente und Benutzer aus der Sicherung selbst. Die Ablago-Version, mit der sie entstand, steht dann als „unbekannt“ im Abgleich – maßgeblich ist der Datenbank-Stand. Beim Einspielen prüft Ablago jede Datei gegen ihren Prüfwert und am Ende die ganze Sicherung (GCM-Prüfwert); erst dann wird umgeschaltet.

Auf dem laufenden System

Wiederherstellen in der Werkbank

  1. Den Wartungsmodus einschalten und aktiv werden lassen (oder Alle jetzt abmelden).
  2. Werkbank → Wiederherstellen, Sicherung auswählen, Abgleich prüfen. Passt der Schlüssel dieser Installation nicht zur Sicherung, gib den vom passenden Notfallblatt ein.
  3. Bestätigen, dass der jetzige Stand ersetzt wird, und Wiederherstellen. In der Rückfrage tippst du zur Sicherheit das Wort wiederherstellen ein.
  4. Vorher sichert Ablago den jetzigen Stand (Art „vor einer Wiederherstellung“) – so kannst du zurück, falls du die falsche Sicherung erwischt hast. Fehlt dafür der Schlüssel, steht das als Hinweis im Ablauf. Dann bleibt der bisherige Stand der Datenbank 7 Tage als eigener Bereich (Schema dms_alt_behalten_…) in der Datenbank; danach entfernt Ablago ihn beim nächsten Start. Die Abschlussmeldung nennt den Namen.
  5. Nach dem Neustart ist der Wartungsmodus aus; alle melden sich neu an.

Gehört zur Sicherung ein anderer Schlüssel als der jetzige, legt Ablago die bisherige Schlüsseldatei als dms.schluessel.alt-… daneben und nimmt den der Sicherung.

Probe-Wiederherstellung

Eine Sicherung ist erst dann gut, wenn sie sich einspielen lässt. Deshalb spielt Ablago sonntags um 04:00 (einstellbar unter Sicherung → Probe-Wiederherstellung) die neueste Sicherung probeweise ein – in einen vorübergehenden Bereich, das laufende Ablago bleibt unberührt – und prüft sie wie oben, dazu die Prüfwerte von bis zu 20 Dateien und jede umgewandelte Fassung gegen den Prüfwert in ihren Angaben. Der Schritt Entschlüsseln und Einspielen nennt, wie viele Fassungen dabei sind. Passt eine nicht (etwa weil das Paket sie genau während der Sicherung neu erzeugt hat), übernimmt Ablago sie nicht – das Paket wandelt die Datei dann neu um, wie bei einer älteren Sicherung ohne Fassungen. Jetzt probeweise wiederherstellen startet sie sofort.

Probe-Wiederherstellung

Auch die Probe prüft die Erweiterungen der Datenbank (siehe oben); fehlt eine, steht beim Schritt Erweiterungen der Datenbank ein Hinweis, die Probe gilt trotzdem als erfolgreich.

Das Ergebnis steht je Sicherung in der Liste und als Ampel in der Übersicht: grün = letzte Probe erfolgreich und höchstens 8 Tage alt, gelb = älter oder noch nie, rot = fehlgeschlagen. Schlägt eine Probe fehl, bekommen alle Administratoren eine Mail. Im aktiven Wartungsmodus und bei zu wenig freiem Platz pausiert die Probe. Die Probe braucht den aktuellen Schlüssel dieser Installation: Eine Sicherung mit einem früheren Schlüssel (nach einem Schlüsselwechsel) lässt sich nicht probeweise einspielen; die Probe schlägt dann mit einem Hinweis auf den Schlüssel fehl.

Nicht vorgesehen

Einzelne Mappen oder Dokumente aus einer Sicherung zurückholen geht nicht direkt. Der Weg dafür: die Sicherung auf einem zweiten, vorübergehenden Ablago wiederherstellen (eigenes Compose-Projekt mit anderem Port) und dort heraussuchen. Eine Wiederherstellung per Befehl auf dem NAS gibt es bewusst nicht.